Waagen in der Industrie – Arten und Anwendungsgebiete

 

Waagen gehören zu den wichtigsten Hilfsmitteln im Industriebereich. So vielfältig wie die Einsatzmöglichkeiten sind auch die unterschiedlichen Waagentypen. Anders als beispielsweise im Einzelhandel müssen Industriewaagen auch Gewichte im Tonnenbereich wiegen. Dementsprechend ist eine Industriewaage auch um einiges robuster aufgebaut. Kernstück einer Industriewaage ist die Wägezelle. Diese besteht aus einem Federkörper im Inneren eines Metallteils, das sich bei Belastung definiert verformt. Diese Verformung wird über einen Dehnungsmessstreifen in einen elektrische Impuls umgewandelt. So kann man die nicht messbare Gewichtskraft in einen messbaren Weg wandeln.

Gewichtsbestimmung von schweren Lasten

Die meisten Industriewaagen sind konzipiert für das Verwiegen von Waren und Industrieprodukten jenseits der 150 kg Grenze. Um solche schweren Lasten wiegen zu können, muss auch die Bauweise einer Waage so angepasst sein, dass das Gewicht entsprechend leicht auf der Waage platziert werden kann. Palettenwaagen beispielsweise sind so konstruiert, mit einem Stapler oder Hubwagen zwischen die Auflageflächen der Waage fahren kann und die Palette einfach auf die Waage ablässt.

Vielfältige Möglichkeiten des Verwiegens durch spezielle Waagen

Ähnlich vom Aufbau sind auch die Plattformwaage oder die Bodenwaage. Auch hier werden Gewichte auf einer Plattform verwogen. In Fertigungsstraßen kommen oft Bandwaagen zum Einsatz. Dort wird das zu verwiegende Gut über ein Förderband über die Waage befördert. Bei einer Zug- oder Federwaage wird das Gewicht über die Zugkraft ermittelt. Dazu wird das betreffende Produkt wird an der Waage aufgehängt. Zum Verwiegen von Flüssigkeiten, Gasen oder Pulvern bietet sich eine Silo- oder Behälterwaage an. Diese Waage wird direkt unter dem entsprechenden Silo oder Behälter montiert und ermöglicht so unter anderem eine sichere Bestandskontrolle von Stoffen, die nicht zählbar sind.